«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2017*

    31.8.06


    Iain MacKintosh

    gest. 28.8.2006

    The quiet man of scottish Folk is dead



    r.i.p.

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    25.8.06

    Freiheit und Gerechtigkeit

    Worte des großen Vorsitzenden (3)

    Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität fordert auf einem Parteikongreß die deutsche Bundeskanzlerin als Grundwerte 1) ihrer Partei. Für diese Grundwerte gebe es keine Hierarchie.
    Aber eine Reihenfolge gibt sie ihnen schon. Was ist eigentlich die «Freiheit», die an erster Stelle steht?
    Am meisten Freiheit ist in einer Diktatur verwirklicht, wo der Diktator fast vollkommene Freiheit genießt. Aber solche Freiheit wäre als politische Forderung schwerlich denkbar. Es kann sich hier nur um Freiheit für alle handeln. Da aber vollkommene Freiheit des einen die Freiheit des anderen einschränkt, kann es bei einem politischen Ideal nur um Freiheit gehen, die so begrenzt ist, daß die Freiheit des einen den anderen nicht beeinträchtigt.
    Das aber bedeutet Gerechtigkeit in der Zumessung von Freiheit. Also ist Gerechtigkeit notwendigerweise das vorrangige Ideal.
    Was heißt Freiheit nun konkret? – Unter anderem, daß ungeachtet ihres wirtschaftlichen Erfolges allen Menschen ihre Freiheitsrechte zugebilligt werden, etwa das Recht auf freie Wahl des Berufs und des Wohnorts, darüber hinaus das Recht auf ein Einkommen, das zur freien Gestaltung des Lebens ausreicht (soweit diese jedermann ermöglicht werden kann – im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit) – also all das, was durch die «Agenda 2010» des vergangenen Kanzlers empfindlich eingeschränkt worden ist. Daß die Kanzlerin auf demselben Parteikongreß ihren Vorgänger für ebendiese «Agenda 2010» lobt und so klar allen Versuchen in ihrer Partei widerspricht, vom marktradikalen Kurs wegzusteuern, nimmt ihrem Bekenntnis zu Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität die Glaubwürdigkeit.

    Letztlich leben wir dank dem Wirtschaftsliberalismus in einer Zeit ganz reduzierter wirtschaftlicher Freiheit: die wirtschaftlichen Großmächte beschränken die Freiheit des Privatmanns, der als Arbeitnehmer ihrem Einsparungsdruck unterworfen ist, die des Kleingewerbetreibenden, der ihrer Konkurrenz ausgesetzt ist, und ebenso die der Politiker, die sich dem freien Markt ausgeliefert haben. Aber auch mächtige Besitzer gibt es in der Zeit der Kapitalgesellschaften immer weniger; und die Angestellten, die diese Kapitalgesellschaften leiten, sind abhängig davon, daß sie schnellen Erfolg vorzuweisen haben, Erfolg, der meßbar sein muß in der Höhe des Gewinns oder des Aktienkurses. Über sie urteilen wiederum immer seltener die Besitzer, sondern leitende Angestellte anderer Unternehmen (von Banken, Fonds etc.), die der gleichen Abhängigkeit unterworfen sind.

    W.H.W.

    1) Eigentlich sind Gerechtigkeit und Solidarität nur ein Wert, denn der zwischenmenschlichen Solidarität entspricht staatlicherseits die «allgemeine Gerechtigkeit» oder die Verteilungsgerechtigkeit («Justitia distributiva»).
    Die ganze Argumentation: www.occidens/e_ewald/gerecht.pdf

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    14.8.06

    Papstinterview

    Da die üblichen Verdächtigen z.T. verhindert sind, schlägt meine Stunde: Hier der Text des Papstinterviews von gestern.

    Beeindruckend welche parataktischen Konstruktionen man ohne Manuskript vortragen kann; Ich dachte "Gute Vorbereitung!" Doch als der Papst unmittelbar anschließend sagte: "Dann wollen wir uns mal bekannt machen", dämmerte mir "Benedikt kann so (!) frei formulieren."

    "Herr segne unsere Strände"

    (Rückblick 2)


    So beteten die Menschen vor 100 Jahren und damit war gemeint (ich drücke es jetzt gutwillig aus): Wenn Du schon ein Schiff stranden läßt, dann vor unserer Küste, daß wir die Bergungsprämie (mindestens ein Viertel des Wertes von Schiff und Ladung) bekommen, oder zumindest Strandholz angeschwemmt wird!

    Heute ist alles anders:

    1.Beispiel: Kurtaxe in Cuxhaven

    An sich finde ich Kurtaxen schon seltsam. Da kommen Leute und wollen in einer Stadt Geld ausgeben und müssen für´s Geldausgebendürfen erstmal bezahlen. Mein Heimatort hat ein Stück Niederrheindeich in seinen Stadtgrenzen, Wäldchen (mit Bänken), Bäche mit Spazierwegen; nie mußte ich dort eine Abgabe entrichten. Aber auch in Köln oder München durfte ich Sitzbänke und Grünanlagen ohne Sondersteuer benutzen. Aber das sei dahingestellt!
    Unangenehm wird es, wenn - wie in Cuxhaven - der Seedeich abgesperrt wird und an jedem (an jedem!) Aufgang ein Kurkartenkontrolleur (KKK) steht. Auch in Bayerischen Kurorten zahlt man Kurtaxe, aber dieses Verhalten ist schäbig!

    2.Beispiel: Schiffahrt nach Helgoland

    Man zahlt einen (nicht niedrigen aber das ist o.k.) Fahrpreis, aber danach geht´s zur Sache. Allein das Betreten des "Sonnendeck" genannten Oberdecks kostet 5. Euro pro Person und Fahrt - na gut, wer auf einer Schiffahrt Luft und Licht will, muß schon zusätzlich dafür zahlen. Kaum verläßt man die Insel, wird man auf der Rückfahrt durch eine Dauerwerbesendung unterhalten: Während in der ersten Fahrthälfte alle 5 Minuten mit poetischen Worten auf das "Kuchenbüffet" verwiesen wird, steht in der zweiten Hälfte das "Fischbrötchenbüffet" (FBB) im Mittelpunkt, jeweils gekrönt von dem Hinweis, daß "ihr Sonderzug nun wirklich kein Zugrestaurant hat"! Auch schäbig!


    Wie gut, daß heute alles anders ist!

    Von der Lust katholisch zu sein!

    (Urlaubsrückblick 1)

    Ich hab´s im Urlaub, mal wirklich gut getroffen: Drei Sonntage hintereinander ganz normale katholische Messen ohne Spielerreien. Jeweils mit allen Lesungen, mit gesungenem Hallelujavers und zweimal sogar mit dem richtigen Antwortpsalm und das bei drei verschiedenen Priestern!
    Großes Lob an die Gemeinden in Cuxhaven und Lohr am Main!

    Zur ersteren noch einige Bemerkungen:

    Für mich ist der norddeutsche Katholizismus immer wieder eine Überraschung. Gerade in der Diaspora manifestiert sich dabei die Weltkirche. Es sind immer Katholiken anderer Nationalitäten da und wenn man die aus anderen deutschsprachigen Gegenden zugezogenen hinzunimmt, sind die Einheimischen eher in der Minderheit. Das hat für den Umgang Konsequenzen:
    Meist habe ich erlebt, daß man nach der Messe zusammensitzt, so auch in Cuxhaven (für den Rheinländer komischerweise bei Kaffee - so was wirkt auf uns eher evangelisch!), daß man sofort ins Gespräch kommt und sofort mitmachen darf (Bei der Küsterin in Cuxhaven kann man schon von liebevollem Drängen sprechen). Also diente meine Tochter am 2. Urlaubssonntag die Messe, ich gab den Kantoren und anschließend waren wir mit Pfarrer und Gemeindegliedern beim Asiaten und gingen in kleiner Anzahl noch gemeinsam schwimmen.

    Leute klasse - danke!

    Ein Wort zur Kirche: Die Herz-Jesu-Kirche ist im 19.Jhdt als katholische Garnisonskirche für die Marine errichtet und zum großen Teil vom bayerischen (!) König bezahlt. Ein kleines, nettes Stückchen norddeutsche Backsteinneogothik. Leider heute ohne (den optisch fehlenden) Hochaltar, aber sonst kein Weltkulturerbe aber sehenswert - und meist offen!

    8.8.06

    Lebenszeichen

    Ja mich gibt´s noch
    !

    War jetzt drei Wochen immer irgendwie zugange (Versteht man das in Österreich?):
    Habe in Cuxhaven eine nette Pfarrei kennengelernt, dortselbst ein Taj Mahal Konzert gehört, mit Maxistrant den Scipio getroffen und zuletzt mit diesen munteren Gesellen auf diesem Festival konzertiert!

    Ich hoffe das wird jetzt nach und nach alles ausführlich verhackstückt!

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