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Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

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    16.4.13

    Das geliebte Wort (2)

    Alipius (und einige dortige Kommentare) ging auf meinen letzten Post ein - also laßt mich doch kurz die Position nochmal klarstellen.

    Manchmal können Menschen sich nicht verstehen, weil die gemeinsame Sprache fehlt. Das kann man durch Begriffsdefinitionen oft ändern - gelegentlich zeigt es aber auch, daß die beiden Sprecher in jeweils anderen Räumen und Zeiten leben, obwohl sie sich empirisch oder auch nur virtuell gegenüber zu stehen scheinen. Damit ist übrigens keine Wertung verbunden, im Sinne, daß einer das rechte erwählt hätte und der andere nicht; die beiden können nur eben zunächst einmal nicht kommunizieren.

    Nun bezüglich der Papstzitate aus einer Predigt, kann ich hier nicht viel sagen (Ich pflege schon im real life bei Predigten nicht zu zuhören); die Darreichungsform im Blog aber scheint mir ein Fall von verschiedenen Welten zu sein.

    Ich versuche einmal meinen Kosmos darzulegen, vielleicht wird dann der Positionenunterschied klar; vielleicht wird dann mein Problem deutlich:

    1.
    Wenn ich "Wort" höre - so jetzt als einfacher Christ -  und zwar in einem theologischen, liturgischen oder einfach eben (ich gebrauche mal jetzt den bösen Ausdruck) in einem frommen Zusammenhang, dann denke ich doch nicht an ein kognitives Zeichen, oder an Sprechakttheorie, geschweige denn an ein kirchenrechtliches Dekret. Ich denke zuerst noch nicht einmal an Christus, das Wort Gottes. Nein ich denke - und da treffe ich mich wohl mit Paul Claudel - an die Bibel, an das Hohelied, die Psalmen und die Apokalypse.

    2.
    Dieses (auch ganz konkret zwischen zwei Buchdeckel gebunden) Wort gründet meinen Glauben. Ja und ich bin so katholisch, daß ich weiß, dazu noch die Tradition zu brauchen. Aber (Ketzermodus an): Ein ungedeutetes Vorbild, eine gute Tat bringt meinem Glauben gar nichts!
    Erst das Wort macht den Gegenstand, erst das Wort macht das Gesagte zum Sakrament - zum verbum visibile!


    Vielleicht bin ich (ausgerechnet ich!) dann doch zu protestantisch!













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